Riedlewald bleibt Wald
Pressemitteilung 2009_04 - 06.03.2009
Der Riedlewald und seine Zukunft sind ein wichtiges Thema für viele Häflerinnen und Häfler. Deshalb hat die OB-Kandidatin Monika Blank am Freitag zu einer öffentlichen Begehung gemeinsam mit Vertretern der Naturschutzverbände BUND und NABU eingeladen. „Die erste Stufe der Pflegemaßnahmen beurteile ich nach dieser ersten Begehung als durchaus erfolgreich und maßvoll“, sagt Monika Blank.
Rund 30 Häflerinnen und Häfler kamen trotz nasskaltem Wetter zur zweistündigen Begehung unter der fachkundigen Leitung von Ansgar Roth, NABU, und Günther Maile, BUND. Im Mittelpunkt standen die Waldgebiete im Osten und Norden des Riedlewaldes: Hier wurde im Februar auf etwa fünf Hektar der erste Teil des Pflege- und Entwicklungskonzepts umgesetzt, das vom Gemeinderat beschlossen und mit den Naturschutzverbänden abgestimmt worden war.
„Mir ist klar, dass unmittelbar nach der Fällaktion noch keine endgültige Bilanz gezogen werden kann. Allerdings wollte ich mir einen ersten Eindruck verschaffen und vor allem einschätzen, ob das beschlossene Pflegekonzept in den nächsten Jahren unverändert fortgesetzt werden soll oder ob wir schon jetzt aus den ersten Erfahrungen lernen können“, betont Blank.
Auf den ersten Blick ist ihr Fazit nach der Begehung positiv: „Laut Konzept hätten bis zu 500 Bäume gefällt werden können, tatsächlich wurden nur etwa 250 Bäume gefällt. Ich denke, damit wurde trotzdem und vor allem mit Augenmaße erreicht, dass sich der Riedlewald tatsächlich verjüngen und als Waldgebiet weiter entwickeln kann.“
Gefällt wurden so genannte „Bedrängerbäume“, damit andere Bäume in unmittelbarer Nähe, so genannte „Zukunftsbäume“, in den nächsten Jahren besser wachsen können. Neben den Zukunftsbäumen, die mit drei blauen Punkten markiert wurden, gibt es auch „Habitatbäume“, die als biologisch besonders wertvoll gelten und mit einem blauen Ring und einer Plakette gekennzeichnet wurden. Habitatbäume bieten wichtigen Lebensraum für die vielfältige Tier- und Pflanzenwelt im Riedlewald.
Und so geht es nun weiter: Nach dieser ersten Pflegemaßnahme wird es nun ein Jahr Pause geben. Bevor dann die zweite Stufe und damit die nächsten fünf Hektar Wald gepflegt werden sollen, wird es wieder eine Begehung geben, an der neben Förster, Stadtverwaltung auch die Naturschutzverbände teilnehmen werden.
Wichtig ist für Blank und die Naturschutzverbände vor allem eine Botschaft: „Die Parkdiskussion hat sich endgültig erledigt, der Riedlewald bleibt als Waldgebiet erhalten und wird durch die Aufforstungen im Bereich Margaretenstraße endlich wieder an Fläche gewinnen.“ An der geplanten Pflegemaßnahmen der nächsten Jahre wollen sich die Naturschutzverbände weiterhin kritisch und konstruktiv einbringen.