Monika Blank

Friedrichshafen
 

TWF-Solarzellen auf städtischen Dächern

Grünes aus dem Gemeinderat, 18. Mai 2010

Da haben wir Grüne mal wieder gezeigt, dass wir beides können: Ökonomie und Ökologie! Denn dass die Technischen Werke Friedrichshafen (TWF) von der Stadt Dachflächen städtischer Gebäude mieten will, um darauf Photovoltaik-Anlagen zu installieren, ist natürlich eine gute Sache. Wir Grüne haben immer wieder gefordert, dass die Stadt Sonnenstrom von ihren Dächern gewinnen soll. Nur dass die Stadt derzeit kein Geld für die Anfangsinvestition solcher Anlagen hat. Das übernimmt jetzt die TWF – und muss dafür eine Miete bezahlen. Die Verwaltung schlug eine Miete zwischen 0,50 und 1,50 Euro pro Quadratmeter und Jahr, je nach Eignung, vor. Am Markt üblich sind allerdings 1,00 bis 3,00 Euro. Und da finden wir, dass auch städtische Gesellschaften marktübliche Bedingungen erfüllen sollten. Also haben wir einen Antrag gestellt, dass die Stadt mit der TWF die höhere Miete verhandeln soll – und waren erfolgreich. Nur die SPD zuckte noch kurz zurück, weil sie der TWF gerne ein besonders günstiges Angebot gemacht hätte, ansonsten fanden alle Fraktionen den Grünen Antrag so gut, dass es volle Zustimmung gab. Auch mal schön… :-)

Eine Reaktion zu “TWF-Solarzellen auf städtischen Dächern”

  1. Werner Nuber

    Na das wurde ja auch höchste Zeit, dass die stadteigenen Dächer für die Sonnenstromernte besser genutzt werden.
    Schon vor etwa sechs Jahren machten drei photovoltaik-engagierte Bürger aus Friedrichshafen (inklusive mir) beim Umweltamt den Vorschlag die städtischen Dächer auf Photovoltaiknutzbarkeit zu überprüfen und die hierfür geeigneten Flächen für die Errichtung und Betreibung zu nutzen, bzw. zur Nutzung an Agendagruppen oder ortsansässige Privatpersonen zu vermieten.
    Außer einen netten Austausch hierüber war erstaunlicherweise wenig Interesse verspürbar.
    Umso schöner, dass nun Jahre später diesbezüglich etwas in Gang gekommen ist!
    Herzlichen Glückwunsch Friedrichshafen!

    Weitere Anregung für eine Verwirklichung in den kommenden Jahren: wie wäre es, wenn die Stadt alle Häuser in der Stadt auf die Nutzbarkeit von Photovoltaikanlagen hin überprüfen lässt (es gibt spezielle Firmen, die diesen Service anbieten) und die Eigentümer, der für Sonnenstrom geeigneten Hausdächer anschreibt mit entsprechenden Hinweis auf Realisierbarkeit? Es könnte ja gleich auch noch mit einer Bank vor Ort eine unkomplizierte Finanzierungsmöglichkeit ausgehandelt und angeboten werden…
    Zumindest während der letztjährigen Wahlkampfzeit zeigt sich unser Oberbürgermeister für solche Vorschläge recht offen.



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