Monika Blank

Friedrichshafen
 

Kinder, Kinder: FN baut Betreuung in KiTas und an Schulen aus

Grünes aus dem Gemeinderat, 27. Juli 2010

Anderswo gibt es immer weniger Kinder, die betreut werden wollen, in Friedrichshafen steigt der Bedarf – und zwar sowohl für unter Dreijährige, für Drei- bis Sechsjährige als auch für Schülerinnen und Schüler aller Schularten. Das ist natürlich gut so, bringt aber auch das eine oder andere Problem mit sich: Betreuung kostet Geld, und zwar richtig viel Geld. Der Gemeinderat in Friedrichshafen hat gestern Prioriäteten gesetzt und beschlossen, zusätzlich 2,3 Mio. Euro in den Ausbau der Betreuung in Kindertagesstätten (KiTas) zu stecken. Für die Betreuung an Schulen werden im Haushaltsjahr 2011 insgesamt 1,2 Mio. Euro ausgegeben. An den Schulen wird damit wohl der Bedarf gedeckt werden können. An den KiTas wird es trotz Ausbaus eng werden: Der Bedarf für Betreuungsplätze für unter Dreijährige liegt bei 37 Prozent. Derzeit können aber nur für 25 Prozent der Kleinkinder Plätze angeboten werden. Bis 2013 werden deshalb die Plätze ausgebaut, um dann den tatsächlichen Bedarf auch decken zu können. Das verlangt nämlich das Gesetz. Die gute Nachricht: Im Vergleich zu anderen Städten ist FN dank Zeppelin Stiftung schon sehr weit und hat eine relativ hohe Versorgungsquote. Die schlechte Nachricht: Bis 2013 wird es Eltern geben, die für ihre Kleinkinder keinen Betreuungsplatz in KiTas finden werden. Um diesem Dilemma wenigstens etwas zu begegnen, wurde gestern auch beschlossen, dass die Stadt gemeinsam mit dem Kreis das Angebot von Tagesmüttern ausbauen will. Wie das konkret aussehen soll, damit will sich die Stadtverwaltung nun beschäftigen. Aber auch in den Kindergärten wird es im nächsten Kindergartenjahr eng: Weil auch hier mehr Kinder zu betreuen sind, wurde befristet für ein Jahr die Gruppengröße auf die maximal zulässige Zahl von z. B. 28 Kinder in Regelgruppen erhöht. Damit können kurzfristig zusätzlich 147 Plätze geschaffen werden. Das heißt aber auch, dass während der nächsten Monate neue Gruppen und Betreuungsangebote geschaffen werden müssen, damit im nächsten Jahr die Gruppengrößen wieder reduziert werden können. Denn eines ist allen klar: Größere Gruppen sind keine Lösung. Wir Grüne haben jedenfalls dem weiteren Ausbau zugestimmt - wie die Mehrheit des Gemeinderats.



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