Steinkohlekraftwerk Brunsbüttel vor dem Aus?
Da hat mein Grünes Herz bei der Zeitungslektüre mal wieder frohlockt: Offensichtlich wird das Steinkohlekraftwerk Brunsbüttel, an dem auch die Häfler TWF beteiligt ist, nochmals gerechnet - allerdings nur, weil es nach dem miesen Atomdeal von CDU und FDP noch schlechtere Ausgangsvoraussetzungen hat als bisher schon. Ich hatte ja nicht nur an dieser Stelle immer wieder darauf hingewiesen (und viele andere Grüne in anderen Städten ebenfalls), dass dieses Projekt sowohl ökologisch als auch ökonomisch eher in der Steinzeit als in der energiepolitischen Zukunft einzuordnen ist. Denn durch das geplante Kraftwerk würden jährlich bis zu 9 Mio. Tonnen Kohlendioxid in die Luft geblasen. Das entspricht 50 Prozent des in Schleswig-Holstein produzierten Kohlendioxids. Und auch wirtschaftlich steht das Steinkohlekraftwerk Brunsbüttel schlecht da: Sobald sich die Rahmenbedingungen ändern, ist das Kraftwerk nicht mehr wirtschaftlich zu betreiben. Gerechnet hatten wir Gegner mit teuren CO2-Zertifikaten, die das Projekt unrentabel machen würden. Jetzt kam es anders durch den Atomdeal von schwarz-gelb. Wegen des (nur auf den ersten Blick) “billigen” Atomstroms im Netz, könnte sich die Investition Brunsbüttel nicht mehr lohnen. Jetzt rechnen die Stadtwerke, die am Projekt beteiligt sind, nochmal neu durch. Wir sind gespannt auf das Ergebnis. Dass der Atomdeal weder billig ist, noch zum Klimaschutz beiträgt und wir damit energiepolitisch vom Regen in die Traufe kommen, steht auf einem ganz anderen Blatt. Leider…